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In 45 Minuten eine neue Sprache lernen: Pendelzeit als Karriere-Push

Pendelzeit ist wertvolle Zeit. Egal, wie lang oder kurz Sie täglich zur Arbeit pendeln. Michael Page kennt fünf Tipps, wie Sie das Meiste aus Ihrer Pendelzeit herausholen und damit nicht nur Zeit sparen, sondern gleichzeitig Ihre Karriere und Ihre Gesundheit fördern.

Wien 8. Juli 2019 – Manche Arbeitnehmer haben das Glück, einen kurzen Anfahrtsweg zu haben. Portugal zum Beispiel hat mit 34 Minuten europaweit die kürzeste Anfahrtszeit. Andere brauchen deutlich mehr Zeit: Beschäftigte in der Türkei benötigen im Durchschnitt 48 Minuten. Österreich liegt mit 38 Minuten pro Wegstrecke im Mittelfeld. Betrachten wir Europa im Ganzen, pendeln 39 Prozent der Europäer mehr als 45 Minuten zum Arbeitsplatz. Das ist eine ziemlich hohe Zahl an Menschen, die vergleichsweise viel Zeit mit Pendeln verbringen. Genauer gesagt: 3,75 Tage im Monat.

„Der tägliche Weg zur und von der Arbeit lässt sich leicht sinnvoll nutzen. Wer also etwas Neues ausprobieren und alte Gewohnheiten aufbrechen möchte, sollte 30 Tage durchhalten“, erklärt Melissa Haymerle, Geschäftsführerin von Michael Page in Österreich. „Nach dieser Zeit manifestiert sich die neue Gewohnheit und wird als Normalität empfunden.“ Michael Page empfiehlt fünf Möglichkeiten, um das Beste aus der täglichen Pendelzeit herauszuholen:
 

1. Lernen Sie eine neue Fremdsprache

45 Minuten pro Fahrt sind eine perfekte Zeit, um sich ein Hörbuch oder ein Podcast in einer anderen Sprache anzuhören. „Nutzen Sie Ihre Pendelzeit, um Ihre Fähigkeiten zu erweitern. Das wird sich in Ihrem Lebenslauf gut machen und Ihnen in Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen“, erklärt Haymerle. Man sagt, dass der Mensch durchschnittlich 600 Stunden braucht, um eine neue Sprache zu lernen. Nach 400 Mal Pendeln bzw. 24 Wochen wären Sie also in der Lage, fließend Französisch zu sprechen beispielsweise.


2. Nutzen Sie die Zeit zum Arbeiten

Für manche Pendler ist die Zeit eine gute Möglichkeit offene Aufgaben für die Arbeit zu erledigen. „39 Prozent der Europäer brauchen mehr als 45 Minuten für ihren Weg zur Arbeit oder zurück, aber nur die Hälfte von ihnen nutzt diese Zeit, um zu arbeiten“, so Haymerle. Die Länder, in denen am häufigsten während der Fahrt gearbeitet wird, sind die Türkei (68 %), Italien (60 %) und die Schweiz (60 %). Während dieser Zeit werden Sie nicht von Ihren Kollegen im Büro unterbrochen, es gibt weniger Störfaktoren als am Arbeitsplatz und Sie haben keine Telefonate und Meetings. „Die Pendelzeit eignet sich also hervorragend, um kleinere Aufgaben zu erledigen, die sonst gerne mal auf der Strecke bleiben“, rät Haymerle.


3. Räumen Sie Ihr Postfach auf

E-Mails, E-Mails und noch mehr E-Mails. Manchmal scheint es so, also würden die E-Mails in unserem Posteingang niemals enden. Nutzen Sie Ihre Pendelzeit, um auf die wichtigsten Nachrichten zu antworten. Wenn Sie dann am Arbeitsplatz ankommen, sind die dringendsten Themen schon bearbeitet.


4. Steigern Sie Ihre Kreativität

45 Minuten pro Strecke bedeuten 90 Minuten am Tag, die Sie dazu nutzen können, sich inspirieren zu lassen: Hören Sie dem Gespräch ihres Mitreisenden zu, schauen Sie aus dem Fenster, machen Sie sich Notizen, schauen Sie sich an, was die Menschen um Sie herum lesen: Alles sind tolle Möglichkeiten, Inspiration für Ihren Job zu finden. Die Eindrücke regen Ihr Gehirn an und bringen Sie auf neue Ideen. Haymerle: „Seien Sie aufmerksam und achten Sie auf andere interessante, inspirierende oder nützliche Informationsquellen.“


5. Investieren Sie in ein Fahrrad

Eine lange Pendelzeit kann negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben. Wer regelmäßig Strecken mit dem Rad zurücklegt, ist entspannter und fitter. Radfahren dient dem Stressabbau und wirkt Übergewicht und schlechten Blutzuckerwerten entgegen. Sogar Depressionen können durch die gleichmäßige und beruhigende Bewegung vermieden oder gemindert werden. Jene, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, haben zudem in der Regel eine höhere Work-Life-Balance. Gute Gründe, um in ein Fahrrad zu investieren und zu beginnen, zum Arbeitsplatz zu radeln.