Die meisten von uns gehen davon aus, dass die Leistung bei jeder beruflichen Aufgabe über den Erfolg entscheidet. Aber was wäre, wenn man Ihnen sagen würde, dass Ihre Erfolgschance in gewisser Weise von Ihnen vorgegeben wird, lange bevor Sie das Bürogebäude überhaupt betreten haben? In Wirklichkeit ist unser letztendlicher Erfolg oder Misserfolg in der Regel von der richtigen Einstellung und Denkweise bestimmt, auch Mindset genannt.

In diesem Zusammenhang bezieht sich Mindset auf die bahnbrechende Arbeit der Psychologin Carol Dweck von der Stanford University, die als erste in einer Forschungsarbeit die Einstellungen und Denkweisen zweier Arten von Menschen verglichen hat - derjenigen, die mit einer "statischen" Einstellung an Aufgaben herangehen, und jener mit dem so genannten "Growth Mindset", dem dynamischen Denken oder Wachstumsdenken.

1. Offen Neues zu lernen

Ein Talent Development Manager verbringt zum Beispiel sehr viel Zeit damit, Verkaufsteams zu schulen, wie man Herausforderungen mit einer positiven Denkweise angeht. "Growth Mindset" wird als die Fähigkeit zu lernen definiert. Wenn man also diese besitzt, ist man eine Person, die immer bereit ist, zu lernen und Grenzen zu überwinden.

2. Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus

Menschen mit statischen Mindsets hingegen leben buchstäblich von ihrem Erbe. "Sie werden sagen: 'Ich habe eine gute Erfolgsbilanz, ich bin stolz auf das, was ich in der Vergangenheit erreicht habe. Es gibt keinen Grund für mich, noch weiter zu wachsen". In der Unternehmenswelt wird die Definition dieses Verhaltens auch Vermächtnis genannt.

3. Werden Sie von Zahlen beherrscht?

In einer Unternehmenswelt ist es leicht, sich über die Ergebnisse zu beklagen - unsere KPIs oder Verkaufsziele können unsere Arbeitsweise dominieren. Eine Wachstumshaltung einzunehmen bedeutet, das Ergebnis als wichtig zu betrachten - aber weniger wichtig als der Prozess selbst. Unabhängig von den Ergebnissen, ob man es schafft oder nicht, zählt das, was man aus den Ergebnissen lernt. Einige würden dies als Bereitschaft zum Scheitern beschreiben - um wichtige Erfahrungen zu sammeln.

4. Vergessen Sie Siege oder Niederlagen

Der Schlüssel zur Umsetzung dieser Gleichung besteht darin, Schwarz-Weiss Begriffe wie Erfolg oder Misserfolg aus der Arbeitsgleichung zu entfernen. Nachdem man den Stressfaktor (Sieg oder Niederlage) weggelassen hat, fühlt man sich besser. Daher sind gute Fragen, die man sich stellen sollte, wenn man jemanden für Wachstumsdenken trainiert, unter anderem: Mussten Sie sich anstrengen? Wie war der Prozess - hat er Ihnen gefallen? Was haben Sie gelernt?

Die Arbeit mit dem Mindset-Konzept ist eine Art der Vorbereitung, die auch in so unterschiedlichen Bereichen wie Bildung und Sport angewendet wird. In einer Unternehmenswelt kann man nur lernen, wenn man seine Grenzen erweitert und sich dabei wohl fühlt.

5. Screening für statische Denkweisen

Auf welche Anzeichen muss man bei Interviews achten? Seien Sie vorsichtig gegenüber denjenigen, die eine zukunftsorientierte Frage beantworten, aber immer zurückblicken. Sie begegnen Menschen, die ständig über ihr früheres Unternehmen und ihre Ergebnisse dort sprechen. Sie sind zwar nicht mehr in diesem Unternehmen, aber sie leben immer noch von diesem Erbe. Auch wenn sie damals effizient waren, sehen sie vielleicht keinen Grund, nach vorne zu blicken. Diese Menschen brauchen eine Bestätigung: die Bestätigung ihres Wertes für die Gesellschaft. Und sie haben Mühe, loszulassen.

6. Wachtumsdenken anwenden

Wenn Sie sich in einer neuen Herausforderung wiederfinden, schöpfen Sie Ihr Potenzial aus, indem Sie Vorurteile loslassen und sich daran erinnern, dass Sie hier sind, um neue Dinge zu lernen. Entscheidend für die Gleichung wird immer die Bereitschaft aufmerksam zuzuhören sein. Eine Frage, die in Dwecks Forschung untersucht wurde, war: Kann man die Gruppeneinstellung ändern? Sie kann geändert werden, aber sie man muss beim Chef beginnen. Akzeptieren Sie, dass Sie die Vergangenheit nicht ändern können - Sie können nur aus ihr lernen. Und sprechen Sie im Idealfall nicht über die Vergangenheit, es sei denn, um etwas für die nächste Herausforderung zu lernen.

7. Die Suche nach Schuldigen aufgeben

Was ist, wenn auf dem Weg zum Ziel etwas schief geht? Suchen Sie nicht den Schuldigen, sondern finden Sie die Ursache des Problems und untersuchen Sie, was man anders machen kann. Dadurch werden Sie eine Teamkultur pflegen, die zukunftsorientiert ist. Was haben wir gelernt, und wie bringen wir es vorwärts? Diese Einstellung kann Ihr Team von der Vergangenheit befreien. So kreieren Sie ein dynamisches Umfeld für Ihr Team. Und im Idealfall wird Ihr Team dadurch noch stärker und produktiver.

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